{"id":37,"date":"2023-02-11T13:24:37","date_gmt":"2023-02-11T13:24:37","guid":{"rendered":"https:\/\/amc-luenen.de\/?page_id=37"},"modified":"2023-02-13T21:33:45","modified_gmt":"2023-02-13T21:33:45","slug":"lippe-ems-pokal","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/amc-luenen.de\/?page_id=37","title":{"rendered":"Lippe-Ems-Pokal"},"content":{"rendered":"\n<p>Eine kleine Chronik<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><br><strong>Lippe-Ems-Slalom-Pokal<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><br>Die Anf\u00e4nge des Lippe-Ems-Slalom-Pokals gehen zur\u00fcck in die Zeit vor 30 Jahren ungef\u00e4hr.<br>Unterlagen gibt es keine, schon vor etlichen Jahren ist ein Aufruf gescheitert, in dem ich gebeten<br>hatte, mir Dinge aus den Anf\u00e4ngen zur Verf\u00fcgung zu stellen. Somit bin ich f\u00fcr diesen R\u00fcckblick auf<br>eigene Erinnerungen angewiesen.<br><br>Es war immer eine Serie f\u00fcr den Breitensport, denn es hatte nichts zu tun mit den<br>genehmigungspflichtigen ONS-Slalom-Veranstaltungen, die von der Zahl der Veranstaltungen und<br>den Startern den Normalfall darstellten. Die \u201ewilden\u201c Slaloms (wo man nach Dicke des Geldbeutels so<br>oft startete, bis man den Sieg in der Tasche hatte \u2013 oder nicht) hatten gerade ein gewisses Ma\u00df an<br>Ordnung gewonnen, das sie als \u201eClubsport\u201c in den Augen der gro\u00dfen Sportbeh\u00f6rde Gnade finden<br>lie\u00df: Eine Lizenz brauchte man nicht, man hatte den klassenweisen Start durchgesetzt und hatte die<br>serienm\u00e4\u00dfigen Autos von den verbesserten getrennt, alles nach Hubraum sortiert. Die Zeitschrift<br>\u201eSportfahrer\u201c als Blatt f\u00fcr den Aktiven als kleine Schwester der gr\u00f6\u00dferen Variante \u201erallye racing\u201c bot<br>eine Clubsport-Meisterschaft f\u00fcr Slalom und Rallye an, sogar einen entsprechenden Ausweis bekam<br>man als Teilnehmer. Bald 30 Jahre vorbei \u2013 und dennoch aktuell, weil wir uns mit den neuesten<br>Entwicklungen des \u201eClubslaloms\u201c wieder diesen Verh\u00e4ltnissen n\u00e4hern.<br>Es war einmal eine \u201eZwei-St\u00e4dte-Meisterschaft\u201c f\u00fcr den Slalomsport. Der AMC Hamm (an der Lippe)<br>und der AC Warendorf (an der Ems) waren die Clubs aus den beiden St\u00e4dten, die den Anfang<br>machten. Ich bilde mir ein, dass es f\u00fcr eine kurze Zeit auch eine \u201eDrei-St\u00e4dte-Meisterschaft\u201c gegeben<br>hat.<br><br>Gesichert ist allerdings, dass es 1979 bereits einen Lippe-Ems-Slalom-Pokal gegeben hat, f\u00fcr den elf<br>Veranstaltungen von sechs Ortsclubs gewertet wurden: AC Warendorf, MSC Harsewinkel, AMC<br>Soest, AMC Hamm, MSC Beckum, OC Ahlen. Bemerkenswert bleibt also, dass der AMC Soest als<br>einziger Veranstalter heute noch dabei ist. Die anderen Clubs gibt es zum Teil noch, veranstalten aber<br>durchweg keine Slalom-Veranstaltungen mehr. Damals ging die \u201eFederf\u00fchrung\u201c (Auswertung,<br>Organisation etc.) nach einem oder zwei Jahren von einem Clubs zum anderen. Eine Fotokopie war<br>damals eine technische Sensation, ich habe eine Terminliste auf gelacktem Thermopapier, sehr<br>\u00fcbersichtlich \u2013 mit einem Mini, der als Slalomrenner um ein riesiges H\u00fctchen wetzt.<br>So haben wir vom AMC 1927 L\u00fcnen 1980 unser Soll erf\u00fcllt, wobei ich f\u00fcr Organisation (Sitzungen,<br>Schriftkram) zust\u00e4ndig war und Klaus Kuhne die Auswertung besorgte. Mit der Schreibmaschine,<br>einem Briefbogen, meinem Stempel, zwei Fotos, ein wenig Malerei und viel Klebstoff habe ich damals<br>einen ersten Handzettel gebastelt. Und dann war ein anderer Verein an der Reihe. Das war nicht<br>immer einfach, weil kaum jemand die Arbeit machen wollte. Ich \u00fcbrigens auch nicht, weil ich meine<br>sportlichen Aktivit\u00e4ten bei Leistungspr\u00fcfungen auf der Nordschleife hatte.<br><br>Im folgenden Jahr war alles besonders toll, weil sich der Traum eines jeden Veranstalters erf\u00fcllte: Ein<br>Sponsor f\u00fcr die Serie war gefunden, der 5000 DM an Preisgeld und die Pokale f\u00fcr die Siegerehrung<br>stiftete: Die BAZ-Auto-Boutique (\u201eUnsere Qualit\u00e4t b\u00fcrgt f\u00fcr den Erfolg\u201c) sorgte f\u00fcr paradiesische<br>Zust\u00e4nde. Ob die Preisgelder ausgezahlt wurden \u2013 oder ob der Laden schon vor der Siegerehrung<br>pleite war, daran kann ich mich nicht erinnern. In jedem Fall gab es gr\u00fcne Aufkleber f\u00fcr die Serie und<br>eine Menge Werbung. Aber selbst nach zwei Jahren \u201eSponsorschaft\u201c konnte der Sponsor den Namen<br>seines Aush\u00e4ngeschildes immer noch nicht richtig schreiben \u2026<br><br>Und so kam es, dass der AMC 1927 L\u00fcnen f\u00fcr das Jahr 1985 wieder an der Reihe war, nachdem der<br>MSC M\u00fcnster deutlich gemacht hatte, dass ein weiteres Jahr Verwaltung der Serie nicht m\u00f6glich sei.<br>Am 14. Dezember 1984 tagte die Veranstaltergemeinschaft in M\u00fcnster am Hohenzollernring von<br>20.30 bis 22.55 Uhr. In der Runde vertreten war bereits der \u201eAC Dortmund\u201c vertreten (eigentlich<br>Dortmunder MC) \u2013 was macht das schon? Es war eine muntere Sitzung: Nachdem man zwei Vereine<br>ausgeschlossen hatte, wurde unter TOP 5 dem AMC 1927 L\u00fcnen die Federf\u00fchrung \u00fcbergeben, und<br>die Vertreter des MSC M\u00fcnster lie\u00dfen blitzartig \u201edie Sch\u00fcppe fallen\u201c: \u201eSitzungsleitung f\u00fchrt weiter<br>Manfred Holterhaus AMC L\u00fcnen\u201c. Auf eine solche Attacke war nicht vorbereitet, und seit diesem Tag<br>habe ich den Lippe-Ems-Slalom-Pokal \u201eam Hals\u201c: \u201eManfred Holterhaus erkl\u00e4rt sich bereit, s\u00e4mtliche<br>Teilnehmer auszuwerten.\u201c So kann man es im Protokoll der Sitzung nachlesen.<br><br>Nach zwei Jahren wollte niemand von uns die Verwaltung \u00fcbernehmen, obwohl gar nichts geschehen<br>war. F\u00fcr die Saison 1987 hatten wir einige neue Ideen verwirklicht.<br><br>Mit Fotokopien und Rubbel-Klebe\u0002Buchstaben haben wir erste Versuche gestartet, auf Briefb\u00f6gen ein<br>einheitliches Auftreten zu schaffen, eine M\u00f6glichkeit zu erkennen, dass Teilnehmer und Veranstalter<br>zum Lippe-Ems-Slalom\u0002Pokal geh\u00f6ren. Daraus haben sich unsere Aufkleber ergeben, die erstmals<br>1987 verteilt wurden.<br><br>F\u00fcr mich war es normal, dass ich gesammelt und archiviert habe, was \u00fcber die Veranstaltungen zu<br>lesen war, an denen ich teilgenommen hatte. F\u00fcr die Lokalpresse in L\u00fcnen und auch f\u00fcr den<br>\u201eSportfahrer\u201c habe ich geschrieben und fotografiert. Einer meiner L\u00fcner Clubkollegen hatte es<br>gesehen und um eine Kopie gebeten. Die habe ich ihm zur Siegerehrung mitgebracht, das haben<br>andere gesehen \u2013 und alle wollten eine Kopie davon. So gab es zur Siegerehrung 1987 das erste<br>\u201eJournal\u201c: ein paar Texte mit der Schreibmaschine geschrieben, einige Zeitungsartikel \u2013 alles auf<br>schwarzen Karton geklebt. F\u00fcr das Archiv prima, als Kopiervorlage denkbar bl\u00f6de. Das \u201eJournal\u201c war<br>eine einzige Katastrophe, weil die Kopien (immer noch auf schwarzem Karton) ausschauten wie ein<br>Negerkampf im Tunnel. Seit 1991 habe ich alle Texte speziell f\u00fcr das Journal geschrieben. Nach<br>ersten Gehversuchen mit dem Computer in 1989 habe ich drei Jahre mit einem Programm gearbeitet,<br>\u00fcber das ich mich heute schlapp lache. Seit 1993 war ich fit in Sachen WinWord. Letzte<br>Entwicklungsstufe war seit 2001 der Einsatz von digitalen Fotos.<br><br>Noch einmal zur\u00fcck in das Jahr 1987: Damals stiegen zwei Manfreds in den Lippe-Ems-Slalom-Pokal<br>ein. Manfred Vogt war damals auf Platz 37 der letzte gewertete Teilnehmer mit seinem Opel Kadett D.<br>Manfred Holthaus wurde auf dem VW Polo auf Platz 20 gef\u00fchrt. Niemand au\u00dfer den beiden Manfreds<br>ist ohne Unterbrechung seitdem aktiv dabei. Manfred Vogt f\u00e4hrt inzwischen oben in der Wertung mit.<br>Er ist mit deutlich \u00fcber 1000 Punkten der erste in der Ewigen-Bestenliste des Lippe-Ems-Slalom\u0002Pokals.<br>Manfred Holthaus f\u00e4hrt mittlerweile hinten herum, liegt mit fast 500 Punkten auf Platz 23.<br><br>Nach weiteren weiteren zwei Jahren wollte niemand die Federf\u00fchrung \u00fcbernehmen, obwohl einiges<br>geschehen war.<br><br>Als bemerkenswerte H\u00f6hepunkten in der Geschichte des Lippe-Ems-Slalom-Pokals muss noch das<br>Finale erw\u00e4hnt werden, das als Gemeinschaftsveranstaltung 1986 in Harsewinkel ausgerichtet wurde,<br>danach in der \u201eKaiserkuhle\u201c in R\u00fcthen. Es war eine nette Idee, mit dieser Veranstaltung die<br>Finanzierung der Serie aufzubessern. Aber der Versuch, eine Veranstaltung aus den Reihen aller<br>Clubs zu organisieren, war stets eine Ochsentour. F\u00fcr die Starter gab es doppelte Punkte, was nur<br>Sieger toll fanden. Seit einigen Jahren verzichten wir auf das Finale, es l\u00e4uft auch so. Die Finanzen<br>sind gesichert.<br><br>Einsamer H\u00f6hepunkt in der Geschichte des Lippe-Ems-Slalom-Pokals war 1995 der Ausflug nach<br>Leipzig. \u201eLEP on Tour\u201c sollte auf dem Parkplatz eines gro\u00dfen Einkaufszentrums die Disziplin Slalom<br>vorstellen. 42 Aktive aus heimischen Landen machten sich auf in den Osten. Dort fuhr man zwei<br>Veranstaltungen, eine am Vormittag, eine am Nachmittag. Organisation und Personalplanung haben<br>mich diverse Jahre Lebenserwartung gekostet. Slalomsport wurde geboten, war aber neben den<br>pers\u00f6nlichen Begegnungen und Erlebnissen zweitrangig. Der famili\u00e4re Umgang der LEP-Familie war<br>1995 ein gro\u00dfes Erlebnis; wer es erlebt hat, spricht heute noch davon mit leuchtenden Augen.<br>Das Famili\u00e4re ist inzwischen weitgehend verloren gegangen. Auch im Lippe-Ems-Slalom-Pokal sind<br>nur noch \u201eProfis\u201c unterwegs. Alle Hobby-Fahrer, die vormals einfach so mitgefahren sind \u2013 ohne<br>Sportreifen mit ihrem Auto f\u00fcr alle Tage, sind mittlerweile ausgestiegen. Unsere Serie verliert leider<br>immer mehr ihre eigene Note.<br><br>So k\u00f6nnen uns die Neuerungen f\u00fcr 2005 eigentlich nur helfen. Slalom ohne Lizenz und ohne<br>Datenblatt k\u00f6nnte daf\u00fcr sorgen, dass neue Menschen Spa\u00df an unserem Sport finden. Und vielleicht<br>kommt etwas von der alten Atmosph\u00e4re zur\u00fcck.<br><br>Gewinner des Lippe-Ems-Slalom-Pokals seit 1982:<br><br>Jahr: Vorname \/ Name: Ort: KFZ: Punkte: Teiln.:<br>1982 Reinhold Abbenhaus M\u00fcnster VW Polo 87,43 61 <br>1983 Stefan Kunze Herdecke VW Polo 85,09 36 <br>1984 Reinhold Abbenhaus M\u00fcnster VW Polo 86,97 34 <br>1985 Axel Steinberg Arnsberg VW Polo 87,92 30<br>1986 Reinhold Abbenhaus M\u00fcnster VW Polo 93,04 34<br>1987 Michael Dalberg Schwerte VW Polo 64,89 38<br>1988 Rolf Mahlow Werl VW Polo 71,15 34<br>1989 Heino Mertens Sundern VW Polo 77,38 58<br>1990 Heino Mertens Sundern VW Polo 73,55 65<br>1991 Marco Jeuschede Herdecke VW Polo 74,88 69<br>1992 Dirk Gerdau M\u00fcnster VW Polo 72,34 62<br>1993 Dirk Gerdau M\u00fcnster VW Polo 67,13 71<br>1994 Dirk Gerdau M\u00fcnster VW Polo 101,94 60<br>1995 Claus Uebach Neunkirchen Fiesta XR 2 103,84 66<br>1996 Claus Uebach Neunkirchen Fiesta XR 2 104,90 58<br>1997 Heinz Georg B\u00f6decker Herten Opel Corsa 98,72 44<br>1998 Thorsten K\u00f6nig Herdecke BMW 316 91,49 49<br>1999 Dieter Sommer Bestwig Fiesta XR 2 94,38 43<br>2000 Dieter Sommer Bestwig Fiesta XR 2 75,84 37<br>2001 Jens M\u00fcller Siegen VW Polo 84,44 3<br> 2002 Dieter Sommer Bestwig Fiesta XR 2 93,48 45<br>2003 Thorsten K\u00f6nig Herdecke BMW 316 92,35 29<br>2004 Michael Schmidt Detmold BMW 318 75,19 35<br>2005 Thorsten K\u00f6nig Herdecke BMW 316<br>2006 Mike Lipinski Gelsenkirchen VW Polo 83,42 40<br>2007 Patrik Sch\u00e4fer Burbach VW Golf 86,51 52<br>2008 Michael Schn\u00f6de Bestwig VW Polo 67,02 45<br>2009 Kay-Joachim R\u00f6hl Meerbusch BMW 316 105,36 30<br>2010<br>???????<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine kleine Chronik Lippe-Ems-Slalom-Pokal Die Anf\u00e4nge des Lippe-Ems-Slalom-Pokals gehen zur\u00fcck in die Zeit vor 30 Jahren ungef\u00e4hr.Unterlagen gibt es keine, schon vor etlichen Jahren ist ein Aufruf gescheitert, in dem &hellip; <a href=\"https:\/\/amc-luenen.de\/?page_id=37\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Lippe-Ems-Pokal<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-37","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/amc-luenen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/37","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/amc-luenen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/amc-luenen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/amc-luenen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/amc-luenen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=37"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/amc-luenen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/37\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":673,"href":"https:\/\/amc-luenen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/37\/revisions\/673"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/amc-luenen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=37"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}